Gesund wohnen

Teppich-Siegel im Überblick

Qualität erkennen, Schadstoffe vermeiden

Foto: epr/Viessmann

Wie lässt sich beim Teppichkauf gute Qualität erkennen? Enthält der Boden Schadstoffe, und wurde er fair produziert? Symbole und Logos helfen, einen Bodenbelag zu beurteilen.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Gütesiegel im Überblick
  2. Beanspruchungsklassen

1. Gütesiegel im Überblick

GuT-Signet der „Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden“

  • Das Siegel zeichnet gesundheitlich unbedenkliche und umweltfreundliche Produkte aus.
  • Die Teppiche sind geruchsneutral und schadstofffrei.
  • GuT schreibt eine Mottenschutzausrüstung für Wollteppiche vor, allerdings gibt es Höchstmengen für das Mottenschutzmittel Permethrin (das gilt auch für die beiden folgenden Labels).
  • Dass die Richtlinien eingehalten werden, kontrollieren Prüfinstitute wie das Textiles and Flooring Institute (TFI) in Aachen.

TFI-TÜV PROFiCERTproduct

Das Textiles and Flooring Institute (TFI) hat mit TFI-TÜV PROFiCERTproduct in Zusammenarbeit mit dem TÜV Hessen ein eigenes Signet auf den Markt gebracht. Das Logo richtet sich nicht nur an Hersteller von textilen Bodenbelägen, auch Klebstoffe und Reinigungssysteme können zertifiziert werden.

  • Es gibt zwei Signets: Eines testet Qualität und Umwelt, das zweite nur Umweltkriterien. Mit „Umwelt“ ist dabei auch Gesundheit gemeint.
  • Grundlage für die Zertifizierung ist dabei der gesamte Lebenszyklus eines Produktes (Rohstoffe, Herstellung, Produkte, Installation, Nutzung und Entsorgung).
  • Die Hersteller werden jährlich kontrolliert.

Blauer Engel

Der Blaue Engel ist die erste und älteste umweltschutzbezogene Kennzeichnung der Welt für Produkte und Dienstleistungen.

  • Unter vielem Anderem zeichnet er textile Bodenbeläge aus, die besonders geringe Mengen organischer Verbindungen und Formaldehyd in die Innenraumluft ausgasen.
  • Die Richtlinien und Grenzwerte sind ähnlich wie bei den beiden oben genannten Labels.
  • Auf der Website www.blauer-engel.de finden Verbraucher Listen mit Produkten, die das Label tragen.

GoodWeave-Gütesiegel

  • kennzeichnet Teppiche aus Indien, Nepal und Afghanistan, die ohne Kinderarbeit gefertigt wurden.
  • Außerdem berücksichtigt der GoodWeave-Standard auch soziale und ökologische Kriterien für erwachsene Teppichknüpfer wie faire Löhne, sichere und hygienische Arbeitsbedingungen, angemessene Arbeitszeiten etc.
  • Um eine GoodWeave-Zertifizierung zu erhalten, verpflichten sich Exporteure, die Standards einzuhalten sowie unabhängigen Inspektoren jederzeit Zutritt zu den Produktionsstätten zu ermöglichen.

Emicode-Siegel

Auch der Kleber macht die Qualität eines Bodenbelags aus. Hier gilt es, auf ein schadstoffarmes Produkt zu achten.

  • Das Emicode-Siegel steht für schadstoffarme Produkte rund um die Verlegung von Bodenbelägen – Grundierungen, Spachtelmassen oder Klebstoffe beispielsweise.
  • Es gibt drei verschiedene Stufen, von „emissionsarm” (Emicode EC 2) bis „sehr emissionsarm” (Emicode EC 1 plus).

2. Beanspruchungsklassen

Teppiche gibt es in unterschiedlichen Beanspruchungsklassen, wobei für Wohnräume die Klassen 21 bis 23 interessant sind. Für stark beanspruchte Zimmer wie Arbeits- oder Kinderzimmer sowie für den Eingangsbereich sind Sie mit „22+” auf der sicheren Seite. Achten Sie im ersten der abgebildeten Symbole auf die Zahl unter den gezeichneten Personen.

  • Die kleineren Symbole zeigen, ob sich der Teppich für Stuhlrollen oder Treppen eignet.
  • Das Haus-mit-Familie-Symbol bedeutet, dass der Teppich ausschließlich für Wohnräume geeignet, nicht aber für Geschäfts- oder öffentliche Gebäude.
  • Wenn Sie Teppichböden mit einer Fußbodenheizung kombinieren wollen, sollten Sie auf das Symbol mit der Heizschlange und den drei Pfeilen achten, denn nicht jeder Teppich eignet sich zum Verlegen auf Fußbodenheizungen.
  • Der Blitz zeichnet Teppichböden aus, die antistatisch sind und sich somit für Räume eignen, in denen mit Computern oder elektrischen Geräten gearbeitet wird.
  • Teppiche mit dem Scheren-Symbol haben eine stabile Schnittkante, können also zugeschnitten werden, ohne auszufransen.

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