Sicherheit & Einbruchschutz

So schützen Sie sich vor Blitzeinschlägen

Blitzableiter: Gewitter sicher überstehen

Foto: pixabay/Boboshow

Besonders in den heißen Sommermonaten sind Gewitter keine Seltenheit. Blitze richten dabei teils schwere Schäden an. Eine ordnungsgemäß aufgestellte Blitzschutzanlage schützt Ihr Haus sowie Bewohner und elektrische Einrichtungen vor Schaden durch einen Blitzschlag.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Wann lohnt sich ein Blitzschutz?
  2. Welche Art von Blitzschutzanlage ist sinnvoll?
  3. Hilfe vom Experten

Wann lohnt sich Blitzschutz?

Eine Blitzschutzanlage ist für Privathäuser gesetzlich nicht vorgeschrieben. Wenn Ihr Haus allerdings höher als sämtliche Nachbarhäuser ist, rundum alleine steht oder Ihr Dach mit leicht entzündlichem Material (z. B. Holz oder Stroh) gedeckt ist, ist ein äußerer Blitzschutz („Blitzableiter”) durchaus zu empfehlen. Dieser schützt vor dem Blitzeinschlag, der im Zweifelsfall zu einem Brand führen kann. Falls Ihre Hausratversicherung einen Blitzschutz vorschreibt und ansonsten nicht greift, ist es ebenfalls ratsam, sich eine Blitzschutzanlage anzuschaffen.

Welche Art von Blitzschutzanlage ist sinnvoll?

Um Ihr Haus mit seinen Mitbewohnern und auch die Elektrogeräte komplett zu schützen, ist eine Kombination aus äußerem und innerem Blitzschutz notwendig: Der äußere Schutz oder Blitzableiter fängt Blitze ein und leitet sie ab, der innere Schutz gleicht Überspannungen aus.

Der äußere Blitzschutz

Blitzableiter leiten einen auftreffenden Blitzstrom entlang einem vorgegebenen Pfad ab, lenken ihn somit am zu schützenden Bereich vorbei und verteilen ihn schließlich im Erdboden. Sie bestehen aus Fangeinrichtung, Ableitungen und Erdungsanlagen. Die Fangeinrichtungen werden an mehreren Stellen des Hauses montiert, entlang der äußeren Hauskontur. Die Ableitungen sind elektrisch leitende Verbindungen, die die Fangeinrichtungen mit der Erdungsanlage verbinden.
Von den Ableitungen kann Energie auf andere Stromleitungen überspringen. Das kann insbesondere dann zum Problem werden, wenn Ableitungen in der Nähe von elektrischen Versorgungsleitungen verlegt sind. Daher reicht der äußere Blitzschutz allein noch nicht aus.

Der innere Blitzschutz

Der innere Schutz gleicht Spannungen aus und schützt Sie so auch vor Einschlägen in der Nachbarschaft. Je mehr Stufen dieser Überspannungsschutz beinhaltet, desto besser sind die Stromversorgung und einzelne elektronische Geräte geschützt. Empfindliche Geräte können Sie zudem mit zusätzlichen Überspannungsableitern schützen – zum Beispiel in Form von speziellen Mehrfachsteckern oder speziellen Adaptern in der Steckdose.

Hilfe vom Experten

Wenn Sie sich für den Einbau eines Blitzschutzes entschieden haben, sollte sowohl den äußeren als auch den inneren Blitzschutz ein Fachmann installieren. Bei ihm können Sie sich auch am besten informieren und gezielt für Ihre Situation beraten lassen – auch was die spätere regelmäßige Wartung betrifft. Alle 5 Jahre sollte ein Sachverständiger die gesamte Anlage prüfen. Schauen Sie hin und wieder nach, ob Rost, Sturm oder Eislast der Anlage Schaden zugefügt haben.

Übrigens: Die Nähe eines Trafohäuschens hat keinerlei Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit eines Blitzeinschlags. Dass Strom Blitze anzieht, ist ein Irrglaube, der sich hartnäckig hält. Ein Blitz entlädt sich in der Regel an der höchsten Stelle im Gelände. Die umliegende Bebauung oder Ihr Haus dürften deutlich höher sein als ein Trafohäuschen.

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