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Möbel richtig restaurieren: Statik wiederherstellen

So werden alte Möbel wieder stabil

Foto: Rainer-Sturm-pixelio

Das schönste Möbelstück ist nicht zu gebrauchen, wenn die Verbindungen lose sind. Hier erfahren Sie, wie Sie die Stabilität von Stuhl, Tisch und Schrank wiederherstellen können. Natürlich müssen Sie bei einem Biedermeierstück wesentlich behutsamer vorgehen, als bei einem Sperrmüllschrank. Wenn Sie unsicher sind, sollten Sie einen Fachmann zu Rate ziehen.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Demontage
  2. Verleimen
  3. Schraubverbindungen

Unsere Serie: Möbel richtig restaurieren

Was es außerdem zu tun gibt, erfahren Sie in den anderen Teilen unserer Serie.

Teil 1: Möbel richtig restaurieren: Grundlagen

Teil 3: Möbel richtig restaurieren: Schäden beheben und ausbessern

Teil 4: Möbel richtig restaurieren: Möbeloberflächen behandeln

» Sie lesen aktuell Teil 2: Möbel richtig restaurieren: Statik

Demontage

Wenn Verbindungen lose sind, müssen Sie das Möbel so weit es geht demontieren.

  1. Entfernen Sie alte Beschläge und reinigen Sie diese, beispielsweise mit feiner Stahlwolle.
  2. Rütteln Sie an den bestehenden Verbindungen. Wenn sie lose sind, sollten Sie diese vorsichtig trennen. Gute Dienste leistet hier ein Hammer, mit dem die Teile auseinander geklopft werden. Legen Sie auf jeden Fall ein sauberes Stück Hartholz zwischen Hammer und Werkstück, um die Oberfläche nicht zu beschädigen.
  3. Kennzeichnen Sie die Verbindungsstücke mit Zahlen oder Buchstaben, nehmen Sie dazu eventuell Kreppband zur Hilfe. Eine klare Kennzeichnung erleichtert die Arbeit beim Zusammensetzen ungemein.

Verleimen

Säubern Sie zunächst alle Verbindungen. Alter, splitternder Leim kann mit dem Stemmeisen vorsichtig abgekratzt werden. Das Holz dabei nicht beschädigen!

Beim Verleimen ist Schnelligkeit gefragt, denn der Leim bindet rasch ab. Es bleibt eine kurze Zeitspanne, um das Möbel sauber auszurichten. Letzteres ist wichtig, denn bei einem schlecht ausgerichteten Möbel passen später die Türen nicht, oder es steht nicht plan auf dem Boden. Bei komplizierten Stücken sollten Sie die Verleimung zuvor trocken, ohne Leim, testen.

Eine gute Vorbereitung ist daher das A und O. Stellen Sie alles in Reichweite, was Sie zum Verleimen brauchen:

  • Schraubzwingen
  • Holzunterlagen (als Schutz zwischen Zwinge und Möbel)
  • Holzleim
  • Winkel
  • Meterstab zum Messen des Ergebnisses

Das Möbel sollte auf einem planen Untergrund stehen. Oft bietet sich eine Holzplatte (beispielsweise eine ausgemusterte Türe) auf Böcken an – damit ist auch eine komfortable Arbeitshöhe gegeben. Zwei Zulagen halten und gleichzeitig die Zwinge sauber anlegen, das schafft man kaum alleine. Wer keinen Helfer hat, kann sich bei einfachen Stücken auch mit Kreppband, das eine der Zulagen hält, behelfen.

Wenn die Diagonalen exakt gleich lang sind, ist das Möbel gut ausgerichtet.
Abbildung 1

Wenn alle Zwingen sitzen, muss geprüft und ausgerichtet werden:

  • Sind alle Verbindungen richtig zusammengefügt? Messen Sie die Diagonalen (siehe Abbildung). Sie müssen genau gleich lang sein.
  • Prüfen Sie das Möbel optisch: Fluchten die Beine aus jeder Richtung? Stimmen die Fluchten Vorder- und Hinterkante? Durch leichtes Verschieben der Zwingen kann das Möbel perfekt ausgerichtet werden. Unerfahrene sollten zuvor am „trockenen“ Werkstück das Verschieben der Zwingen ausprobieren.

Zum Verleimen kann handelsüblicher Holzleim verwendet werden. Wer stilecht restaurieren möchte, nimmt den früher üblichen Knochenleim. Die Verarbeitung ist jedoch aufwendiger, da der Leim erwärmt werden muss.

Schraubverbindungen

Unterseite eines Stuhls: Zur Aussteifung können von unten Klötze in die Ecken geleimt und geschraubt werden.
Abbildung 2

Eine Möbelöberfläche sollte nicht mit sichtbaren Schrauben verunstaltet werden. Für vorhandene Schraubverbindungen gilt: Wenn die alten Schrauben noch zu gebrauchen sind, können Sie diese wieder verwenden. Schlitzschrauben sollten durch solche ersetzt werden. Zur Stabilisierung können an unsichtbarer Stelle Verstärkungen eingebaut werden (siehe Abbildung).

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