Gartengestaltung

In 5 Schritten zur perfekten Beetgestaltung

Beete anlegen und Stauden richtig kombinieren

Foto: Pixabay/AnnaER

Harmonisch gestaltete Blumenbeete sind das i-Tüpfelchen im Garten. Die Zauberformel heißt: systematisch vorgehen! Hier erfahren Sie, was Sie bei der Gestaltung eines rundum gelungenen Beetes beachten sollten.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Legen Sie den Standort des Beetes fest
  2. Beachten Sie die Bodenansprüche
  3. Finden Sie die richtigen Pflanzpartner
  4. Setzen Sie Farben gezielt ein
  5. Platzieren Sie die Stauden im Beet

1. Legen Sie den Standort des Beetes fest

Einige Stunden Schatten pro Tag sind für Herbst-Anemonen kein Problem.
Foto: Pixabay/monika1607

Der spätere Standort des Beetes entscheidet über die Auswahl der Pflanzen:

  • sonnig: Liegt das Beet ganztags in der Sonne, kommen lichthungrige Geschöpfe wie Rosen, Lavendel oder Sonnenhut in Frage.
  • halbschattig: Bekommt es dagegen einige Stunden pro Tag Schatten, zum Beispiel am Rand von Bäumen, Sträuchern oder Mauern, spricht man von einem halbschattigen Standort. Ideale Kandidaten für solche Plätze sind Astilben, Eisenhut oder Anemonen.
  • schattig: Flächen, die ganztags im Schatten von Mauern oder unter Bäumen liegen, sollten Sie mit schattentoleranten Pflanzen wie Funkien, Waldsteinien oder Tränendem Herz bestücken. Auf den Verkaufsetiketten der Pflanzen finden Sie meist entsprechende Symbole.

2. Beachten Sie die Bodenansprüche

Werfen Sie auch einen Blick auf die Erde:

  • Für trockene Standorte im Steingarten kommen andere Pflanzen in Frage als für feuchte Plätze, zum Beispiel am Ufer eines Teichs.
  • Manche Pflanzen haben zudem ganz spezielle Ansprüche: So vertragen Rhododendron oder Hortensien keinen Kalk. Sie bevorzugen saure Erde. Aufschluss darüber, welchen Kalkgehalt ihr Boden besitzt, gibt der pH-Wert. Im Handel sind spezielle Teststäbchen erhältlich.

3. Finden Sie die richtigen Pflanzpartner

Gelber Frauenmantel und blauer Lavendel sind ein farbenprächtiges Team im Beet.
Gelber Frauenmantel und blauer Lavendel sind ein farbenprächtiges Team im Beet.
Foto: PdM

Jetzt geht es an die Feinplanung. Wer möchte, dass das ganze Jahr über etwas geboten ist, sollte Pflanzen aussuchen, die versetzt blühen.

Es hat aber durchaus seinen Reiz, wenn Sie ein oder zwei Blütenschwerpunkte im Jahr festlegen. Stauden, die gemeinsam blühen, steigern sich gegenseitig in ihrer Wirkung. Kombinieren Sie Blumen mit flachen Blütentellern wie Schafgarben mit den schlanken Kerzen von Salbei oder Ehrenpreis.

4. Setzen Sie Farben gezielt ein

  • Kräftige Farben wie Rot, Gelb oder Orange verströmen Wärme. Sie drängen sich aber auch in den Vordergrund. Kleine Gartenräume können sie so optisch verkürzen.
  • Violett- und Blautöne nehmen sich dagegen vornehm zurück. Sie lassen kleine Gärten größer wirken.
  • Im Schatten können Sie mit weißen Blüten punkten: Sie reflektieren jeden Lichtstrahl und hellen so dunkle Standorte auf.
  • Beeindruckende Bilder erzeugen Sie mit Stauden in Komplementärfarben, also wenn Sie gelben Frauenmantel mit blauem Lavendel kombinieren.
  • Wer lieber eine sanfte, beruhigende Atmosphäre bevorzugt, setzt auf Pastellfarben.
In diesem Blumenbeet wurden pastellige Töne in kleinen Grüppchen miteinander kombiniert.
Foto: Pixabay/Michael Gaida

5. Platzieren Sie die Stauden im Beet

Zu den imposanten Blütenkerzen des Rittersporns passen die filigranen Rispen des Ehrenpreis.
Zu den imposanten Blütenkerzen des Rittersporns passen die filigranen Rispen des Ehrenpreis.
Foto: BdS

Jetzt geht’s an die Verteilung der Stauden im Beet. Setzen Sie kleine Grüppchen und wiederholen Sie die Pflanzen. Das bringt Spannung ins Beet.

  1. Platzieren Sie zunächst die Leitstauden. Dazu zählen imposante Gestalten wie Rittersporn, Eisenhut oder Geißbart. Sie sind groß, haben meist eine straff aufrechte Wuchsform und bestimmen das Bild einer Pflanzung. In der Regel reicht deshalb eine geringe Stückzahl (1-3 Stück).
  2. Zu ihnen gesellen Sie die Begleitstauden. Dabei handelt es sich um mittelhohe Pflanzen, die die Leitstauden unterstützen. Beispiele sind Schafgarben, Glockenblumen oder Taglilien (3-5 Stück je Gruppe).
  3. Die Lücken füllen Sie schließlich mit Bodendeckern wie Frauenmantel, Storchschnabel oder Günsel. Mit ihnen können Sie ruhig großzügig umgehen (5-12 je Gruppe).

Tipp: Platzieren Sie die Pflanzen so, dass alle gut sichtbar sind und keine niedrigen von hohen verdeckt werden.

Der richtige Zeitpunkt

Die günstigsten Pflanzzeiten für Stauden liegen zwischen März und Mitte Mai sowie zwischen Ende August und Ende Oktober. In rauen Lagen und auf schweren lehmigen Böden sollten Sie nicht zu früh im Jahr und im Herbst auf keinen Fall zu spät pflanzen – damit es keine Frostausfälle gibt.

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